Ausbildung PP Studienplan

Ausbildung Psychologischer Psychotherapeut (PP) - Studienplan

  1. Grundkenntnisse (200 Stunden)
    1. Entwicklungs-, lern-, emotions-, sozial-, persönlichkeits- und neuropsychologische Grundlagen der Psychotherapie.2. Konzepte über Entstehung, Aufrechterhaltung und Verlauf psychischer und psychisch mitbedingter Erkrankungen verschiedener Altersgruppen (einschließlich Entwicklungspsychopathologie).2.1.1 Allgemeine und spezielle Krankheitslehren der Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist, unter Berücksichtigung der wissenschaftlich anerkannten Verfahren.2.1.2 Psychosomatische Krankheitslehre2.2.3 Verhaltensmedizinische Krankheitslehre2.1.4 Psychiatrische Krankheitslehre:
    – Einführung in die Psychopathologie
    – Klassifikation und Diagnostik psychischer Störungen
    – Psychopathologischer Befund
    – Psychiatrische Falldarstellungen3. Methoden und Erkenntnisse der Psychotherapieforschung4. Diagnostik und Differentialdiagnostik psychischer Störungen; Testdiagnostik einschließlich Testverfahren zur Abgrenzung verschiedener Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist; psychosoziale und entwicklungsbedingte Krisen sowie körperlich begründbare Störungen

    5. Besondere entwicklungs- und geschlechtsspezifische Aspekte der Persönlichkeit, der Psychopathologie und der Methodik der Psychotherapie verschiedener Altersgruppen.

    6. Intra- und interpersonelle Aspekte psychischer und psychisch mitbedingter Störungen in Paarbeziehungen, Familien und Gruppen.

    7. Prävention und Rehabilitation

    8. Medizinische und pharmakologische Grundkenntnisse für Psychotherapeuten

    9. Methoden und differentielle Indikationsstellung wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren.

    10. Dokumentation sowie quantitative und qualitative Evaluation von psychotherapeutischen Behandlungsverläufen

    11. Berufsethik und Berufsrecht, medizinische und psychosoziale Versorgungssysteme, Organisationsstrukturen des Arbeitsfeldes, Kooperation mit Ärzten und anderen Berufsgruppen Gesundheitspolitische und sozialmedizinische Aspekte psychotherap. Tätigkeit Verhaltenstherapie in unterschiedlichen Institutionen Gutachten.

    12. Geschichte der Psychotherapie

     

     

    II Vertiefte Ausbildung (400 Stunden)
    1. Theorie und Praxis der Diagnostik, insbesondere Anamnese, Indikationsstellung und Prognose, Fallkonzeptualisierung und Behandlungsplanung Erstgespräch;
    Problem- und Verhaltensanalyse; Entwicklungsanalyse; Zielanalyse Indikationsstellung (Indikation für Psychotherapie bei körperlichen Erkrankungen)
    Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung Verhaltensanalytisches Fallseminar

    2. Rahmenbedingungen der Psychotherapie, Einleitung und Beendigung der
    Behandlung Organisation ambulanter Psychotherapie Kontextanalyse der
    therapeutischen Arbeit Antragsverfahren in der kassenärztlichen Versorgung

    3. Behandlungskonzepte und Techniken sowie deren Anwendung
    – im psychotherapeutischen Prozess
    – im Rahmen der verschiedenen Störungsbilder

    3.a Strategien der Verhaltenstherapie:
    – Akzeptanzstrategien
    – Interaktionelle Strategien
    – Selbstmanagement- Strategien
    – Strategien der Beziehungsgestaltung
    – Validierungsstrategien
    – Veränderungsstrategien
    Interventionstechniken in der Verhaltenstherapie:
    – Biofeedback
    – Emotionsaktivierende Interventionen
    – Entspannungsverfahren
    – Euthymie und Genusstraining
    – Expositionsverfahren
    – Hypnose
    – Imaginationsverfahren
    – Kognitive VT
    – Kommunikationstraining
    – Köperorientierte Verfahren in der VT
    – Kreative Techniken
    – Problemlöseansätze
    – Ressourcenorientierte Arbeit in der VT
    – Rollenspielverfahren
    – Selbstkontrollstrategien
    – Soziales Kompetenztraining

    3.b Spezifische Störungsbilder:
    – Angststörungen
    – Anorexia nervosa/Bulimia nervosa
    – Arbeit mit Delinquenten
    – Depressionen
    – Dissoziative Störungen
    – Essstörungen
    – Klassische psychosomatische Störungen
    – Komorbidität
    – Neuropsychologische Störungsbilder
    – Pathologisches Spielen
    – Persönlichkeitsstörungen
    – Posttraumatische Belastungsstörungen
    – Schlafstörungen
    – Schmerzen
    – Schizophrenie
    – Sexualstörungen
    – Sexueller Missbrauch
    – Somatoforme Störungen
    – Stottern, Tics
    – Stressbewältigung
    – Substanzabhängigkeit und –missbrauch
    – VT bei körperlichen Erkrankungen, Rehabilitation
    – Zwangsstörungen

    4. Krisenintervention und spezielle (kritische) Situationen in der Psychotherapie u.a.:
    – Tod und Trauer
    – Suizidalität
    – Scheidung und Trennung

    5. Kurz- und Langzeittherapie: Indikation und strategische Planung

    6. Beziehungsgestaltung im therapeutischen Prozess:
    – Entscheidungsprozesse des Psychotherapeuten
    – Gesprächsführung und Interaktionsanalyse
    – Macht und Ohnmacht
    – Therapiemotivation des Patienten
    – Übertragungsprozesse und Widerstandsanalyse

    7. Einführung in Behandlungsverfahren bei Kindern und Jugendlichen:
    – Funktionsanalyse kindlicher Symptome in der Familie
    – Psychodiagnostik bei Kinder und Jugendlichen
    – Störungsbilder im Kindes- und Jugendalter
    – VT bei Störungen im Kindes- und Jugendalter

    8. Verfahren in der Psychotherapie von Paaren, Familien und Gruppen:
    – Familientherapie und systemische Ansätze
    – Interaktionsanalyse
    – Paartherapie
    – VT in Gruppen

    9. VT im höheren Lebensalter